
Die Trinkwasserversorgung der Zukunft
Neubau Wasserwerk Thiene
Die ersten Planungen für das Wasserwerk Thiene erfolgten zu Zeiten des zweiten Weltkrieges. Kurz nach Kriegsende begann der Bau des damals großen, neuen Wasserwerkes weit vor den Toren der Stadt Osnabrück im etwa 20 km entfernten Flecken Thiene bei Alfhausen. Mitte der 50er Jahre ging das Wasserwerk in Betrieb und fördert seitdem über die Zubringerleitung Thiene sauberes, klares und besonders weiches Trinkwasser bis zum Hochbehälter Piesberg.
Das Wasserwerksgebäude und der Reinwasserkeller sind aber mittlerweile stark in die Jahre gekommen und bedürfen einer dringenden Sanierung. Ein Teil der Anlagentechnik wurde zwar Mitte der 90er Jahre erneuert, aber auch diese Erneuerung liegt bereits fast 30 Jahre zurück. In vorbereitenden Studien wurde der Zustand der Gebäude und Anlagen untersucht und Lösungsvorschläge in verschiedenen Varianten gegenübergestellt.
Eine Entscheidung fiel zu Gunsten eines Neubaus des gesamten Wasserwerkes. Auf dem Gelände des Werkes steht zudem genügend Platz zur Verfügung, um parallel zum laufenden Betrieb ein neues Wasserwerk zu errichten.
Ein modernes Wasserwerk für unsere Trinkwasserversorgung

Direkt neben dem bestehenden Wasserwerk entsteht in den kommenden Monaten und Jahren ein moderner, zweckmäßiger Neubau. Zunächst müssen dafür mehrere Meter tiefe Baugruben gegraben werden. Im nächsten Schritt wird dort ein Betonfundament für das Wasserwerk und den Reinwasserkeller errichtet. Schließlich entsteht das eigentliche Wasserwerksgebäude, in dem die Technik zur Aufbereitung des Wassers untergebracht ist. Der Neubau wird in etwa die gleiche Höhe wie der Altbau erreichen, wobei sich etwa die Hälfte des Wasserwerks unter dem Oberflächenniveau befindet.
Visualisierung - so soll das neue Wasserwerk Thiene aussehen
Durch den Einsatz moderner Technik wird das Wasserwerk deutlich energieeffizienter sein als sein Vorgänger. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Jahr 2028 abgeschlossen sein. Anschließend wird das neue Wasserwerk langsam in Betrieb genommen und angefahren, sodass der (teilweise) Rückbau des alten Wasserwerks voraussichtlich 2029 beginnen kann.
Fragen und Antworten zum Neubau des Wasserwerks
Das Wasserwerksgebäude stammt aus den 1950er Jahren, als das Werk in Betrieb genommen wurde. Es ist ebenso wie der Reinwasserkeller mittlerweile in die Jahre gekommen und erfüllt nicht mehr die Anforderungen an eine moderne, effiziente und nachhaltige Trinkwasseraufbereitung. Ein Teil der Anlagentechnik wurde zwar Mitte der 90er Jahre erneuert – doch nach nunmehr 30 Jahren ist auch diese Technik teils überholt. In mehreren Studien und Untersuchungen wurde der Zustand der Gebäude und Anlagen erfasst und analysiert. Daraus folgten mehrere Varianten zur Zukunft der Trinkwassergewinnung in Thiene. Im Ergebnis fiel die Entscheidung zu Gunsten eines modernen Neubaus.
Das neue Wasserwerk wird auf dem gleichen Flurstück, direkt neben der alten Anlage errichtet. Dort steht genügend Fläche zur Verfügung, um parallel zum laufenden Betrieb ein neues Wasserwerk zu errichten.
Das alte Wasserwerk bleibt solange in Betrieb, bis das neue Wasserwerk einsatzbereit ist. Aktuell prüft die SWO Netz eine Umnutzung des Altbaus. Eine Entscheidung hierzu ist noch nicht gefallen.
Geplant ist eine Inbetriebnahme voraussichtlich im Jahr 2028.
Grundsätzlich ist die Jahresmenge, die die Stadtwerke Osnabrück in Thiene gewinnen dürfen, innerhalb von Wasserrechten geregelt. Diese Mengen sind vom Landkreis Osnabrück als Genehmigungsbehörde auf Jahre hin festgelegt und dürfen nicht überschritten werden.
Das neue Wasserwerk wird deutlich effizienter sein als das alte. Es wird mit signifikant weniger Energie auskommen und zahlt damit auf die Nachhaltigkeitsziele der Stadtwerke Osnabrück ein. Durch die Rückführung des Spülwassers in den Aufbereitungsprozess wird das neue Werk effizienter und spart damit Wasserressourcen.
Im vierten Quartal 2024 beginnen zunächst die Tiefbauarbeiten auf dem Wasserwerksgelände. Zunächst werden zwei sieben Meter tiefe Baugruben entstehen, in der das Betonfundament für das Wasserwerk mit Reinwasserkeller und eine Absetzbeckenanlage errichtet werden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich rund ein Jahr in Anspruch nehmen. Die eigentlichen Hochbauarbeiten für das Wasserwerk beginnen im Anschluss daran.
Wie bei jeder Baumaßnahme ist Anliefer- und Baustellenverkehr nicht zu vermeiden. Insbesondere während der Betonarbeiten ist mit einem erhöhten Lkw-Aufkommen rund um das Wasserwerk zu rechnen. Für Baufahrzeuge und Anlieferverkehr wird es nur eine festgelegte Zufahrt zum Gelände geben - und zwar über Thiener Damm und der Straße Zum Wasserwerk. Hier wird im Vorfeld eine Beweissicherung mit den zuständigen Behörden durchgeführt.
Der Bodenaushub für das neue Wasserwerk wird während der Bauzeit auf dem gegenüberliegenden Gelände gelagert. Teile davon werden wieder zur Verfüllungen der entstehenden Baugruben benötigt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, bei einen Rückbau des bestehenden Wasserwerkes die entstehende Baugrube zu verfüllen. Hiermit werden erhebliche Transportwege für das An-und Abfahren von Böden eingespart.
Das neue Wasserwerk wird zwar effizienter und nachhaltiger arbeiten, an der bewährt guten Trinkwasserqualität wird sich hingegen nichts ändern. Auch die Wasserhärte verändert sich nicht.
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